Pädagogisches Konzept

“Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen.“ 

                                                                                        (Afrikanisches Sprichwort)

Mein erstes und wichtigstes Ziel bei meiner Arbeit mit Kindern ist, dass sie sich bei mir geborgen, sicher und wohl fühlen und jeden Tag gerne zu mir kommen. Hierfür ist eine stabile Bindung und Vertrauen, sowie emotionale Sicherheit, unabdingbar. Ich möchte, dass sich Ihr Kind zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit entwickeln kann und glücklich ist. Dafür steht Ihr Kind bei mir im Mittelpunkt und ist ein aktiver und kreativer Gestalter seiner Entwicklung. Jedes Kind kommt mit vielfältigen Veranlagungen und Fertigkeiten auf die Welt. Es ist von Geburt an kompetent und tritt von sich aus in Interaktion mit seiner Umwelt. Ich sehe Kinder als kleine eifrige Forscher die von Natur aus wissbegierig sind und lernen wollen. Ich gebe Ihrem Kind keine Lösungen. Vielmehr gebe ich Impulse und rege durch Materialien an, Neues zu wagen und auszuprobieren. Durch eigenaktive Erfahrungsprozesse erschließt sich Ihr Kind die Welt auf seine ganz eigene Art und Weise. Ich werde Ihrem Kind eine partnerschaftliche Begleiterin sein, die es in all seinen individuellen Fähigkeiten und Begabungen stärkt, es unterstützt und liebevoll hilft, die eigene Identität zu finden. In Anlehnung an die Reggio Pädagogik ist mir eine gemeinschaftliche und gesellschaftliche Erziehung und Bildung sehr wichtig. Reggio ist kein starres Theoriemodell sondern versteht sich als eine Erziehungsphilosophie. Hierbei gefällt mir besonders, dass das Kind mit 100 Sprachen wahrgenommen wird (es drückt sich nicht nur über das Sprechen aus), die Selbstbildung des Kindes gefördert wird und das dass Beziehungsnetz zwischen Familie, Pädagog*innen und Kindern fundamental ist. Ich bin mir sicher, dass jedes Kind lernen will und selbst weiß, wann es bereit für ein bestimmtes Thema ist. Durch genaue Beobachtung, Wahrnehmung und hohe Aufmerksamkeit meinerseits, setze ich bei Ihrem Kind da an, wo seine Begeisterung und sein Interesse hoch ist. Ich greife das Thema auf, vertiefe es und manchmal werden daraus sogar ganze Projekte entstehen. Das offene Raumkonzept, die Interaktion mit der Umwelt (Mensch und Natur) und mein Bild vom Kind finden sich in dieser Art der Pädagogik wieder.

Bei mir erfährt ihr Kind Fertigkeiten zur Handhabung von Materialien und Gegenständen, kann die Welt mit allen Sinnen wahrnehmen und verschiedene Handlungsmöglichkeiten ausprobieren. Ich unterstütze es in seiner natürlichen Neugier und wir erforschen Zusammenhänge. All das stärkt die Sach- und Methodenkompetenz Ihres Kindes.

Jedes Kind übernimmt altersentsprechend Verantwortung und darf jederzeit mitbestimmen. Wir lernen mit Konflikten umzugehen, Meinungen zu äußern, alle zu akzeptieren, Vorurteilsfrei zu sein und das eigene Interesse zu vertreten. Ihr Kind entwickelt Empathie und wird sich seiner Mitwirkung im sozialen Leben bewusst.

Sozialkompetenzen Ihres Kindes zu fördern ist mir ein großes Anliegen. Durch mich werden Kreativität und Fantasie hervorgehoben, wir erfahren Erfolg und Misserfolg und Ihr Kind wird kleine Hindernisse eigenständig bewältigen. Das Einschätzen eigener Fähigkeiten, Vertrauen in sich selbst zu haben und Entscheidungen zu treffen sind Grundlagen für die Selbstkompetenz. All das und noch einiges mehr wird Ihr Kind hier im Alltag erleben und erfahren können.


An oberste Stelle steht für Ihr Kind aber folgendes:                                                 

                                 SPIELEN, SPIELEN, SPIELEN

Denn all die Dinge, die Ihr Kind benötigt um sich frei entwickeln zu können, finden im Spiel und in Alltagssituationen statt.

Ich orientiere mich konkret an den Bedürfnissen der Kinder und Familien um eine wirkliche Unterstützung für den Alltag zu sein. Bei mir finden auch Sie, bei Bedarf und Wunsch, ein offenes Ohr und Unterstützung.

Gesundheit, Sicherheit und Ernährung in der Kindertagespflege: 

Damit sich Ihr Kind unbeschadet und frei entfalten kann, braucht es ein sicheres Umfeld. Um diese grundlegende Voraussetzung gewährleisten zu können habe ich im LI-LO-LAND umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Zu diesen zählen unter anderem abgesicherte Steckdosen, Feuermelder, Feuerlöscher, Erste Hilfe Kasten (alle zwei Jahre absolviere ich einen Erste Hilfe Kurs am Kind), kindgerechte Spielmaterialien und an der Wand befestigte Regale.  

Für die Gesundheit der Kinder ist eine gute Hygiene unerlässlich und wird von mir in allen Bereichen, wie persönlicher Hygiene, sauberen Räumen und bei der Zubereitung von Speisen, umfassend beachtet. Hierzu besuche ich ebenfalls alle zwei Jahre die Lebensmittelhygiene-Belehrung gem. §§42, 43 IfSG und das Veterinärsamt überprüft regelmäßig die Räumlichkeiten. 

Essen und Trinken nimmt im LI-LO-LAND einen großen zeitlichen Anteil ein – über den Tag verteilt sind es mehrere Mahlzeiten, die wir zusammen einnehmen. Eine kindgerechte Ernährung ist für die gesunde Entwicklung wichtig – das bedeutet bei mir, dass es eine Vielzahl an frischer und abwechslungsreicher Kost gibt. Zum trinken steht Ihrem Kind jederzeit Wasser und ungesüßter Tee zur Verfügung. Die täglichen Mahlzeiten werden von mir frisch zubereitet. Für das Essen kann sich Ihr Kind die Zeit nehmen, die es braucht. Selbstverständlich hat hier jedes Kind das Recht, selbst zu entscheiden, was und wie viel es essen und trinken möchte. Grundsätzlich werde ich kein Kind “zwingen“ etwas zu essen oder zu probieren. Meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass Kinder durch ihre natürliche Neugier von ganz allein irgendwann alles probieren. Der normale “Futterneid“ führt sie meistens dazu, sich wie alle anderen an den Tisch zu setzten und mitzuessen. Und falls eine Mahlzeit mal überhaupt nicht schmecken sollte, reiche ich selbstverständlich immer eine gesunde Alternative. Stolz decken die Kleinen den Tisch mit und freuen sich, wenn sie sich ihre Tellerfarbe selbst aussuchen.  Essen ist nicht nur Nahrungsaufnahme sondern auch ein Genuss den die Kinder mit allen Sinnen erfahren sollen. Bei mir wird selbst probiert den Löffel in den Mund zu stecken, mit der Hand nachgeholfen und es darf gekleckert werden. Nur so kann ein Kind lernen, wie es geht. Ich bin offen für vegetarische Ernährung und kann diese unterstützen, es ist aber kein Muss. Auf vegane Ernährung verzichte ich in diesem Alter. Gerne nehme ich Rücksicht auf bestimmte Essgewohnheiten und Traditionen. Auf Unverträglichkeiten und Allergien achte ich sehr und bitte um eine schriftliche Liste.  

So starten wir:

Die richtige Eingewöhnung ist ein sehr wichtiger Bestandteil meiner pädagogischen Arbeit. Mir ist es wichtig, dass sich alle Beteiligten wohl und sicher fühlen. Und das nicht nur kurzfristig. Es ist so ein großer und wichtiger Schritt für Ihr Kind, nicht mehr rund um die Uhr nur von Ihnen betreut zu werden.  Außerdem ist es eine große Herausforderung die neue Umgebung, Personen und Regeln kennenzulernen. Wenn ihr Kind eine sichere Bindung zu mir aufgebaut hat, kann es selbständig auf Entdeckungsreise gehen und alles erforschen und erkunden. Man könnte das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Kind als Symbiose sehen. Wenn es Ihnen nicht gut geht, spürt Ihr Kind das und umgekehrt natürlich auch. Das soll heißen, sobald Sie sich unsicher sind oder ein Unbehagen verspüren, geht es Ihrem Kind genauso. Um das zu verhindern ist es wichtig, dass wir bereits von Anfang an offen und ehrlich miteinander umgehen. Damit ich richtig auf das Verhalten Ihres Kindes reagieren kann, ist es unerlässlich, dass Sie mir bereits im Vorfeld Ihr Kind ausgiebig beschreiben. Dafür gehen wir in einen intensiven Austausch und ich stelle Ihnen zusätzlich einen Fragebogen zur Verfügung den Sie bitte ausfüllen. Ich kann die Anzeichen Ihres Kindes nur richtig interpretieren, wenn Sie mich ausgiebig teilhaben lassen. Ich möchte von Ihnen lernen, Ihr Kind zu verstehen. Dafür biete ich Ihrem Kind einen stabilen Rahmen und einen konstanten Tagesablauf. Eine behutsame Übergangszeit vom Familienleben zur Betreuung in der Kindertagespflege ist ein entscheidender Faktor für die weiteren Meilensteine ihres Kindes. 

Eine fehlende oder zu kurze Phase der Eingewöhnung kann erhebliche Folgen haben. Kinder könnten öfter oder länger krank sein oder ein ängstlicheres Verhalten zeigen. Daher findet die Eingewöhnung bei mir nach dem Berliner Modell, welches ich im folgenden beschreiben werde, statt.

Das Berliner Modell besteht aus 6 Schritten. Im ersten Schritt möchte ich Sie über den Ablauf informieren und nochmals die Wichtigkeit aufzeigen.


Wann und wie lange: 

Bitte nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Eingewöhnung. Idealerweise planen Sie zwei bis vier Wochen ein. In dieser Zeit sollte immer die selbe Bezugsperson ihr Kind zu mir bringen. Das kann Mama, Papa, Oma oder auch Onkel sein, wichtig ist, dass Ihr Kind eine feste Bindung zu dieser Bezugsperson hat. Sie, als sicherer Hafen für Ihr Kind, sind das Fundament und entscheidend für die Eingewöhnung. Sie sollten in diesem Zeitraum keinen Urlaub planen um die Eingewöhnung nicht zu unterbrechen. Ein Umzug könnte es Ihrem Kind ebenso erschweren sich in der Kindertagespflege wohl zu fühlen. 

Wenn Sie also wissen, dass Sie, zum Beispiel, ab Oktober wieder arbeiten werden, beginnen wir bereits im September mit der Eingewöhnung. Je mehr Zeit Sie haben umso stabiler kann sich ihr Kind eingewöhnen. Denn ein Beziehungsaufbau dauert.   

Ich werde in dieser Zeit keine Ausflüge oder besondere Projekte planen um mich voll und ganz auf Ihr Kind konzentrieren zu können und es ihm so leicht wie möglich zu machen im LI - LO - LAND anzukommen. 


Die 3 tägige Grundphase:

Idealerweise beginnen wir an einem Montag. Sie kommen an diesen Tagen mit Ihrem Kind für 1 - 2 Stunden in die Kindertagespflege. Ihr Kind kann sich umschauen und alles kennenlernen. Ich versuche vorsichtig, über Spielangebote,  Kontakt zu Ihrem Kind aufzubauen. Sie können an einem Tisch einen Kaffee oder einen Tee genießen und ihr Kind aufmerksam beobachten und ihm zeigen, dass Sie für es da sind. Bitte lesen Sie keine Zeitung oder spielen Sie mit anderen Kindern. Das wird Ihrem Kind nicht helfen. An den drei Tagen wird noch kein Trennungsversuch stattfinden und die Pflegeroutine wird von Ihnen durchgeführt und von mir intensiv beobachtet. So kann ich lernen, was Ihnen und Ihrem Kind wichtig ist. Das liebste Kuscheltier/Schnuffeltuch sollte immer dabei sein und vorzugsweise zwei Mal vorhanden sein um eines hier lassen zu können. 


Der erste Trennungsversuch:

Am vierten Tag findet der erste Trennungsversuch statt. Sie verabschieden sich von Ihrem Kind und verlassen für maximal 30 Minuten den Raum. Ich werde Ihrem Kind nicht so etwas sagen wie „Papa ist gleich wieder da“, denn Ihr Kind kann eine Zeitangabe noch gar nicht verstehen. Daher ist es wichtig, dass Sie sich verabschieden und nicht „davon schleichen“. Wenn sich Ihr Kind schnell von mir beruhigen lässt, ist der Trennungsversuch gelungen. Geschieht dies aber nicht, rufe ich Sie nach circa 2 Minuten an und Sie kommen sofort wieder. Daher ist es sehr wichtig, dass sie telefonisch erreichbar sind und sich in unmittelbarer Nähe aufhalten.  

Hier können wir bereits sehen, wie lange die Eingewöhnung dauern könnte. Kinder die sich nicht leicht beruhigen lassen und sehr oft den Blickkontakt zu Ihnen suchen, benötigen weitere 2 - 3 Wochen Zeit. Wenn Ihr Kind hier schon anfängt zu spielen und nicht sofort weint, könnte die Eingewöhnung nach 1 - 1,5 Wochen abgeschlossen sein. Da jedes Kind individuell ist und es mal gute und auch mal schlechtere Tage gibt, sind das alles natürlich nur Richtwerte. 


Die Stabilisierungsphase:

Ab dem fünften Tag (der niemals ein Montag sein wird um neue Schritte nicht nach dem Wochenende beginnen zu lassen) übernehme ich immer mehr die Versorgung Ihres Kindes. Ich biete mich gezielt als Spielpartnerin an und ich reagiere auf die Signale Ihres Kindes. Die Pflegeroutine machen wir mindestens einmal gemeinsam, damit Ihr Kind erfährt, dass auch diese Situation hier alltäglich ist. Hier freue ich mich über Tipps und Tricks von Ihnen für Ihr Kind. In dieser Phase sucht Ihr Kind immer weniger den Blickkontakt und geht mehr auf meine Spielangebote ein.   


Wenn wir uns einig sind, dass sich Ihr Kind mit der kürzeren Eingewöhnung wohl fühlt, erhöhen wir die Zeiten der Trennung sukzessiv auf mehre Stunden täglich, aber immer unter Beachtung der Bedürfnisse Ihres Kindes. Sie können dann ihr Kind, in meiner Begleitung, hier schlafen legen. Es ist jedoch sehr wichtig, dass Sie beim ersten Aufwachen ihr Kind noch begrüßen. Nach circa 10 Tagen ist die Stabilisierungsphase abgeschlossen.    


Wenn wir merken, dass für ihr Kind die längere Eingewöhnung komfortabler ist, beginnen wir mit einem erneuten Trennungsversuch erst am siebten Tag. Ich werde diesen Schritt intensiv begleiten und sensibel auf Ihr Kind eingehen. Frühestens am neunten Tag versuchen Sie Ihr Kind in meiner Begleitung hier schlafen zu legen. Beim Aufwachen Ihres Kindes müssen Sie aber vor Ort sein um es zu begrüßen. Wenn Ihr Kind am zehnten Tag noch deutliche Verunsicherung zeigt und sich nicht wohl fühlt, verlängern wir die Stabilisierungsphase um eine weitere Woche. Falls wir merken, dass auch in der folgenden Woche Ihr Kind sich nicht von mir trösten lässt, gehen wir in ein persönliches Gespräch und suchen weitere Ideen und Lösungen. 


Die Schlussphase: 

Ihr Kind akzeptiert mich als „sichere Basis“ und lässt sich auch von mir trösten. Es verbringt mehrere Stunden hier und erfreut sich an dem Alltag im LI - LO - LAND.  Es lernt die Rituale, baut ein Zugehörigkeitsgefühl auf und kommt grundsätzlich gern hier her. Diese Phase dauert mehrere Wochen an. Sie sollen jedoch jederzeit für Notfälle erreichbar sein, denn in manchen Situationen können nur Sie helfen. Ich werde niemals Sie sein können.


Abschluss:

Das Ende der Eingewöhnung ist erreicht, wenn sich Ihr Kind hier vollends sicher fühlt. Das erkennen wir daran, dass es bereitwillig, von sich aus und gerne in die Tagespflege kommt. Dass es sich von mir trösten lässt, dass es sich gerne in das Gruppengeschehen einfügt, dass es viel lacht und selten weint, dass es Aufmerksamkeit fordert, dass es eigene Spielideen hat, dass es sich in die Kleingruppe einfügt, Kontakt zu anderen Kindern durch Imitation oder Sprache herstellt und Rituale und Regeln lebt. Da es mich als „sichere Basis“ angenommen hat, wird es die Umgebung neugierig und selbständig erkunden. Ich freue mich schon sehr darauf, mit Ihrem Kind und Ihnen, diese spannende Zeit gemeinsam zu erleben. 

So sieht der Tag bei uns aus:

Ein geregelter Tagesablauf ist sehr wichtig für Ihr Kind. Immer wiederkehrende Abläufe, Strukturen und Rituale geben den Kindern die Sicherheit und den Halt, die in diesem Alter nötig ist, um sich in der  Welt der „Großen“ orientieren und zurecht finden zu können. Ein fester Rahmen zeigt Ihrem Kind täglich: hier bist du geborgen und hierher kannst du immer zurückkommen. 

Die folgenden Zeitangaben sind Richtwerte die von den individuellen Bedürfnissen der Kinder, dem Wetter, Tagesausflügen, der Gruppendynamik und dem Tagesgeschehen abhängig sind. 

Ebenso findet die Körperpflege/Wickelphase immer nach Bedarf statt. 


07:30 - 08:30 Die Bringzeit

      In dieser Zeit spielen die Kinder frei


08:30 - 08:45 Morgenkreis

     Begrüßung jedes Kindes, singen, erzählen  

  

08:45 - 09:30 Frühstückszeit

      gemeinsames Tisch decken, Frühstücken und abräumen


Wir versuchen jeden Tag rauszugehen, egal bei welchem Wetter. Und wenn es nur zum „frische Luft schnappen“ eine kurze Spazierrunde wird. Wichtig ist hierbei, die entsprechende Kleidung, wie Regenjacken, Matschehose und Gummistiefel, die gerne hier gelagert werden können. 



09:30 - 11:15 Die Zeit im Freien/Spielzeit

      Spielen und Entdeckungsreisen, Spaziergänge, Spielplatzbesuche          


11:15 - 12:00 Das Mittagessen

      Mittagessen Vorbereitungen, gemeinsames Tisch decken und Essen

 

Anschließend folgt die Ruhezeit. In dieser Phase ist keine Abholzeit und ich bitte Sie, liebe Eltern, sich daran zu halten. Die Kleinen hatten einen spannenden Vormittag und haben ein Recht auf Erholung. 



12:00 - 14:00 Die Mittagsruhe

      Kinder, die schlafen ins Bett bringen

      ruhen und vorlesen

 

14:00 - 15:30 Der Nachmittag

      Freispiel, Nachmittagssnack und Abholzeit  

Die Zusammenarbeit mit Ihnen:

Sie, liebe Eltern, sind der sichere Hafen Ihrer Kinder, den diese ein stückweit verlassen, um in eine neue unbekannte Welt zu ziehen. Ohne eine enge “Hand in Hand“ Beziehung zwischen Ihnen und mir, wird sich ihr Kind bei mir nicht wohlfühlen können. Ich glaube, dass gerade die Kleinsten ein Unbehagen ihrerseits spüren. Nicht nur Ihre Kinder, sondern auch Sie sollen sich bei mir, bzw. mit mir, wohlfühlen. Sie sind die Experten für Ihrer Kinder, ohne Sie geht es nicht.Daher ist mir eine offene, ehrliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit extrem wichtig. Rufen Sie mich lieber einmal mehr als zu wenig an, stellen Sie mir gerne auch mehrfach die gleichen Fragen und äußern Sie Ihre Wünsche und Bedenken. Ein ständiger und wertschätzender Austausch ist wertvoll. Alles was wir bereden, bleibt selbstverständlich in den vier Wänden der Kindertagespflege, schließlich ist diese ein geschützter Raum. Ein guter persönlicher Kontakt ist hierbei natürlich sehr hilfreich. 

Um in regelmäßige oder ständige Kommunikation treten zu können gibt es verschiedene Wege:

1. Ich freue mich über jedes “Tür- und Angelgespräch“

2. Dinge die wir nicht in kurzer Zeit besprechen können aber eilen, können Abends  bis 20 Uhr telefonisch  geklärt werden.

3. Bei erhöhtem Redebedarf vereinbaren wir einen persönlichen Termin nach Feierabend.

4. Ich lade Sie regelmäßig zu Entwicklungsgesprächen ein (mindestens zwei Mal im Jahr)

5. Jährlich wird es einen Elternabend geben. 

Damit wir uns auch gegenseitig im Umgang mit den Kindern erleben können, wird einmal im Jahr ein Sommerfest oder ein gemeinsamer Ausflug von mir angeboten. Gleichzeitig werden Ihre Kinder es toll finden, wenn auch Mama und/oder Papa mal einen Tag in der “Kita“ miterleben. 


Die Entwicklung Ihres Kindes wird dokumentiert:

Da die Bildung und Entwicklung Ihres Kindes ein Hauptbestandteil meiner pädagogischen Arbeit ist, ist eine intensive Beobachtung unabdingbar. Diese Beobachtungen werde ich fachgerecht dokumentieren. Mit positiven Blick beobachte ich Ihr Kind in Alltagssituationen und entdecke Stärken, Interessen und Entwicklungspotenziale. Regelmäßige Notizen werden mir helfen, den Entwicklungsprozess Ihres Kindes festzuhalten und nachzuvollziehen. So kann ich eine anregende Umgebung schaffen und passende Angebote bereithalten, um Ihrem Kind bei den jeweiligen Entwicklungsschritten zu helfen. Außerdem dient mir und Ihnen die Dokumentation als Grundlage und Hilfe für unsere regelmäßig stattfindenden Elterngespräche. 

Für Ihr Kind wähle ich eine eigene, ganz persönliche Art der Dokumentation. In einem Portfolio sammle ich Kunstwerke, Basteleien, Fotos und Geschichten über und mit Ihrem Kind. Jederzeit hat Ihr Kind zugriff darauf und darf selbstverständlich mitbestimmen, welche Bilder und Kunstwerke hier Einzug finden sollen. Dies ist gleichzeitig eine schöne Erinnerung die Ihr Kind zur Verabschiedung erhält. 


Individuelle Kinderbetreuung in einer kleinen Gruppe

Die kleine Gruppengröße ist ein großer Vorteil der Kindertagespflege und ermöglicht es mir eine individuelle Beziehung zu jedem Kind aufbauen zu können. Es ist viel Zeit für jedes Kind vorhanden und ich kann sehr gut auf jede der kleinen Persönlichkeiten eingehen. Grade für die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren ist es wichtig, dass eine vertrauensvolle Nähe aufgebaut wird, in der sich das Kind wohl und geborgen fühlt.

In meiner kleinen Gruppe gibt es immer eine Durchmischung verschiedener Altersgruppen. Jedes Jahr kommen neue Babies oder kleine Kinder hinzu und die älteren Kinder bereiten sich auf den nächsten Schritt vor und verlassen die Kindertagespflege wieder. Die Altersdurchmischung ist für alle Kinder gut: so lernen die kleinen viel von den größeren Kinder und die größeren Kinder lernen Vorbild zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Sie lernen spielerisch in den verschiedenen Rollen Rücksicht aufeinander zu nehmen und erweitern somit ihre soziale Kompetenz.

Spaß an Bewegung und Kreativität

Freies Spiel, Bewegung und Kreativität nehmen den größten Teil in unserem Tagesablauf ein. Die Kinder lernen durch Bewegung ihren Körper besser kennen und trainieren dabei alle Sinne. Meine Räume in Essen sind so ausgestattet, dass es genügend Platz zum Toben gibt. Natürlich gehen wir auch vor die Tür und erkunden die Umgebung. Auf dem Spielplatz, im Park oder im Garten können die Kinder noch ganz andere Sachen ausprobieren und ihre Erfahrungen erweitern. Ich spiele dabei gerne mit und stehe bei neuen Herausforderungen den Kindern helfend zur Seite.

Das Besondere kann jederzeit entdeckt werden: in der Natur finden sich überall Sachen, mit denen man spielen und basteln kann. Mit viel Freude untersuchen wir unsere Umgebung und probieren z.B., womit man Musik machen kann, was sich zum Basten eignet oder spielen einfach im Sandkasten. Für mich ist es immer wieder faszinierend, mit welchem Eifer und welcher Hingabe die Kinder neue Sachen für sich entdecken.

Auch Musik und Singen kommt in meiner Kindertagespflege nicht zu kurz. Durch zusammen gesungene Lieder erweitern und vertiefen die Kinder ihren Wortschatz und lernen schnell, kleine Lieder selbstständig mitzusingen. Ich habe auch einen Vorrat an verschiedenen Instrumenten und Gegenständen, mit denen man Töne erzeugen kann – die Kinder haben damit viel Spaß und werden zu kleinen „Komponisten“.